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Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) hat Anfang Februar eine Taskforce „Digitalisierung & Künstliche Intelligenz“ (KI) gegründet. Ziel ist es, die digitale Transformation der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeitwirtschaft) im Jahr 2026 zu beschleunigen und insbesondere kleine und mittlere Betriebe praxisnah bei der Nutzung digitaler Lösungen und KI-Anwendungen zu unterstützen.
Hintergrund ist eine nach wie vor geringe Digitalisierungsquote in Teilen der Gastwelt. Viele Betriebe tun sich – aus verschiedensten Gründen – aktuell noch schwer, digitale Anwendungen abteilungsübergreifend und produktiv einzusetzen. Gleichzeitig stehen sie unter hohem wirtschaftlichem Druck: steigende Kosten, anhaltender Personalmangel, sinkende Gewinne und unsichere Nachfolgeperspektiven prägen die Lage vieler Unternehmen.
Auf der anderen Seite steht die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz, die das Potenzial hat, betriebliche Prozesse grundlegend zu verändern – von Personalplanung und Einkauf über Marketing und Vertrieb bis hin zur Gästekommunikation. So sieht beispielsweise eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer IAO im Auftrag der DZG bei 69 Prozent aller Prozesse in Hotelbetrieben Digitalisierungs- und Automatisierungspotenzial.
„Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind längst keine abstrakten Zukunftsthemen mehr, sondern zentrale Wettbewerbs- und Überlebensfaktoren für die Gastwelt“, erklärt Alexandra Wolframm, die das Expertengremium zusammen mit Salim Sahi leitet. „Gerade für kleine und mittlere Betriebe können sie ein entscheidender Hebel sein, um Produktivität zu steigern, Mitarbeitende zu entlasten und wirtschaftliche Perspektiven zu sichern. Dafür braucht es jedoch Orientierung, Priorisierung, praxisnahe Umsetzungshilfen und politische Unterstützung bei der Finanzierung“, unterstreicht Wolframm.
Ziel der DZG: KI und Digitalisierung 2026 zum Schwerpunktthema machen
Genau hier setzt die neu gegründete DZG-Taskforce an. Ihre Arbeit ist zunächst auf ein Jahr angelegt, mit einer Option auf Verlängerung. Ziel ist es, so Alexandra Wolframm, Digitalisierung und KI im Jahr 2026 als erkennbares Schwerpunktthema der Gastwelt zu etablieren, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln und erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar zu machen. Darüber hinaus soll die Taskforce Impulse für die Bundespolitik liefern – insbesondere mit Blick auf Förderinstrumente, Finanzierungsmöglichkeiten und eine innovationsfreundliche, praxistaugliche Regulierung.
Mit dem Expertengremium richtet sich die Denkfabrik primär an die rund 250.000 Betriebe der Gastwelt, mit einem klaren Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig versteht sich das Gremium als Ansprechpartner für politische Entscheidungsträger, wenn es um die strategische Einordnung von Digitalisierung und KI, um staatliche Förderfragen und die Vermeidung übermäßiger Regulierung geht.
Taskforce mit ausgewiesener Branchen- und KI-Expertise
„Unser gemeinsamer Anspruch ist es, Digitalisierung und KI aus der theoretischen Debatte herauszuholen und für unsere Betriebe nutzbar zu machen“, erklärt Salim Sahi. 2026 müsse für die Gastwelt auch ein Jahr der digitalen Weichenstellung werden. Die Taskforce solle dabei helfen, Chancen realistisch einzuordnen, Hürden abzubauen und konkrete Fortschritte zu ermöglichen, so der Tech-Gründer.
Die DZG-Taskforce besteht aus insgesamt zwölf Expertinnen und Experten, die aus unterschiedlichen Sektoren der Gastwelt kommen: Alexandra Wolframm (DACH-Politikchefin von Booking.com/Hospitality), Salim Sahi (Gründer Traffics & HoloLogix.ai/Touristik), Christa Stienen (Co-Vorstandsvorsitzende der DZG/Human Resources), Eva Herrmann (The Hospitality Experience GmbH/Hospitality), Deniz
Bayraktaroglu (Founder und CEO von Bounti.co/Hospitality), Michael Buller (Vorstandschef VIR/Enabler), Michelle Schwefel(Geschäftsführerin DFV/Hospitality), Alexander Mirschel (Realizing Progress/Enabler), Felix Kraemer (Gründer JF-Hospitality GmbH/Hospitality), Markus Grube (Geschäftsführer VielfaltMenü/Catering), Carsten Bick (CEO & Co-Owner SBI International Trading GmbH/Foodservice) und Kai Michael Schäfer (Co-Founder AI Transformation Partners/Enabler).
Berlin, 05. Februar 2026 – Nach der Insolvenz der REVO-Hotelgruppe hat sich die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) in einem Schreiben an Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern gewandt. Die Organisation fordert, die wirtschaftliche Stabilisierung der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit) im Jahr 2026 zur politischen Priorität zu machen. Die Insolvenz wertet die DZG beispielhaft als schmerzhaften Weckruf – nicht nur für die Gastwelt selbst, sondern für die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik insgesamt.
Die Denkfabrik macht der Politik in ihrem Schreiben (siehe Anhang) konkrete Vorschläge zu Kostenreduzierungen, etwa das Vorziehen der bereits beschlossenen Senkung der Körperschaftsteuer auf 2026/2027, eine Deckelung der Sozialversicherungsbeitragssätze und das Einfrieren des CO₂-Preises bis 2030 vor. Auch Maßnahmen zur Umsatzsteuergung, Mitarbeiterunterstützung und -gewinnung finden sich im Brandbrief der Branchenvertreter.
"Der Fall REVO steht exemplarisch für die strukturelle Überlastung eines personal- und kostenintensiven Sektors, dessen wirtschaftliche Puffer vielfach aufgebraucht sind“, erklärt Dirk Iserlohe, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Denkfabrik. „In einer solchen Situation wirken zusätzliche Kosten und neue Abgaben schnell existenzbedrohend. Ein Belastungsmoratorium ist deshalb kein politischer Stillstand, sondern ein notwendiges Instrument zur Stabilisierung und Resilienzstärkung
Homeira Amiri, DZG-Aufsichtsratsvorsitzende, ergänzt: „Die Gastwelt ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist sozialer Raum, Arbeitgeber und Standortanker. Wer gesellschaftliche und regionale Stabilität sichern will, muss der Gastwelt jetzt Verlässlichkeit geben.“
In ihrem Schreiben macht die Denkfabrik deutlich, dass Insolvenzen wie im Fall REVO weitreichende Folgewirkungen entfalten. Betroffen seien nicht nur Unternehmen und Beschäftigte, sondern auch Zulieferer, Immobilieneigentümer, Finanzierungsstrukturen und öffentliche Haushalte – etwa durch Steuerausfälle und steigende Ausgaben für Insolvenzgeld. Zwar würdigt die DZG ausdrücklich die beschlossene Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen ab 2026 als wichtigen politischen Entlastungsschritt. Zugleich warnt sie jedoch davor, diesen Effekt durch neue Belastungen, steigende Sozialabgaben oder zusätzliche Regulierung zu neutralisieren.
Aus Sicht der Denkfabrik braucht es daher ein breit angelegtes Belastungsmoratorium, das gezielt auf Kostenreduzierung und Liquiditätssicherung abzielt. Dazu zählen unter anderem das Vorziehen bereits beschlossener steuerlicher Entlastungen, ein Stopp zusätzlicher kommunaler Abgaben wie City- oder Verpackungssteuern, eine Deckelung bei den Sozialabgaben sowie das Einfrieren weiterer Kostensteigerungen, etwa beim CO₂-Preis oder den Stromkosten. „Stabilisierung bedeutet nicht Reformverzicht“, betont Dirk Iserlohe. „Sie schafft den notwendigen zeitlichen Spielraum, um Beschäftigung zu sichern, Investitionen wieder zu ermöglichen und wirtschaftliche Substanz zu erhalten.“
Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG)
Um die Zukunft unserer Gastwelt aktiv mitzugestalten, bringen wir jedes Jahr auf unserem Gastwelt-Summit führende Stimmen aus Wirtschaft und Politik an einen Tisch zusammen.
Verpassen Sie nicht unser großes Gipfeltreffen inklusive parlamentarischem Abend am Donnerstag, 07. Mai 2026, ab 15 Uhr im Deutschen Bundestag.
Bitte merken Sie sich diese Termin schon einmal vor, da wir für unsere Veranstaltungen limitierte Plätze zur Verfügung haben. Weitere Informationen folgen Anfang 2026.
Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG
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